Berlin im Stromausnahmezustand – Reflexion mit Augenmaß #3
Shownotes
Gerne unterstütze ich Sie, Betriebe, Organisationen, Einrichtungen und Interessierte dabei, zweckmäßige, realistische und kostensparende Strategien zu entwickeln, damit Sie im Anlassfall gut durch die Katastrophe kommen. Nicht nach Schema F, sondern angepasst an Ihre jeweiligen Herausforderungen und Rahmenbedingungen. Bei Interesse kontaktieren Sie mich unter: office@blackout-podcast.at
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00:00:04: Herzlich willkommen bei Blackout To Go, der Blackout Podcast für jede Frau und jeder Mann.
00:00:09: Mein Name ist Bernhard und ich freue mich, dass Sie heute dabei sind.
00:00:16: Ich möchte Ihnen die unbegreifliche Welt des Blackouts näher bringen, so quasi to go informieren, damit der Honestrom das ein oder andere Pientel brennt.
00:00:29: Herzlich willkommen zur Blackout To Go, Ihrem Podcast rund um das Thema Blackout.
00:00:33: Mittlerweile mit der Folge sixty-four und ich darf Sie heute zur Fortsetzung der Episodenreihe Berlin im Stromausnahmezustand willkommen heißen.
00:00:41: Es ist meine Ehre, dass Sie wieder dabei sind.
00:00:45: Ja, sehr geehrte Damen und Herren, wir setzen unsere Reise nun zum dritten Mal in Folge rund um die Geschehnisse des mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag in Berlin fort, bei welchen ganz gezielte Strominfrastruktur an einem neuralgischen Punkt attackiert wurde, sodass rund hunderttausend Berliner und Berlinerinnen, also auch mehr als zweitausend Betriebe für bis zu vierenhalb Tage von einer funktionierten Stromversorgung abgeschnitten waren und dies bei widrigsten winterlichen Bedienungen, wie Sie vermutlich ohnehin mitbekommen haben.
00:01:20: Und in den beiden letzten Folgen habe ich schon erwähnt, dass dieses eigenes Wellen schlagen wird und zwar bis weit über die Berliner Stadtgrenzen hinaus.
00:01:28: Allerdings sind diese Wellen kaum konstruktiv und deshalb sehe ich es als meine Aufgabe, ein paar konstruktive Blickwinkel zu schaffen.
00:01:40: Also Kritik ist ein wichtiges Tool, nur wird sie hier sehr einsetig geführt, zumal die Wut und die Empörung über diesen Ausfall mit seinen Begleiterscheinungen doch sehr groß ist und deshalb wird dieses ganze Feld der Kritik eher mit Schulzuweisungen und mit der Verordnung verschiedenster Versäumnisse und Missstände befüllt.
00:02:04: Im Speziellen gegen die Berliner Politik und gegen den Berliner Katastrophenschutz, wo es mittlerweile im Nachgang schon zu personellen Veränderungen gekommen ist, aber auch ganz allgemein gegen die deutsche Politik.
00:02:18: die Ausrichtung und Aufstellung des Katastrophenschutzes.
00:02:21: Ja, und dann steht auch der Berliner Energieversorger im Fadenkreuz der Kritik, warum, wieso und überhaupt.
00:02:27: Schadenersatzforderungen und Klagesdrohungen stehen im Raum, als ob es ein Verschulden vom Energieversorger wäre.
00:02:36: Aber jeder, der sich ein bisschen tiefer mit der Materie auseinandersetzt, hat spätestens mit dem Auftauchen von diesen Bekennerschreiben gewusst.
00:02:43: dass dieses Ereignis versicherungsmäßig ziemlich sicher in den Bereich der höheren Gewalt hineinfallen wird.
00:02:49: Und damit meine Damen und Herren, ist nicht nur der Energieversorger mehr oder weniger aus dem Schneider, sondern damit kommt es für die Betroffenen jetzt ganz besonders darauf an, was in deren Polizen steht.
00:03:02: Und diesbezüglich hat es auch schon böse Überraschungen gegeben, was natürlich den Frust, die Wut, die Enttäuschung und den Zorn noch zusätzlich befeuert.
00:03:13: Aber eigentlich ist es sehr logisch, dass Betroffene abgefressen sind, wenn sie keine Unterstützung bekommen, zum Beispiel, weil Lebensmittel aufgetaut sind und unbrauchbar wurden oder wenn Unternehmen einen Betriebsausfeuer erlitten haben und jetzt einen Umsatzengang haben, auf den sie sitzen bleiben oder noch schlimmer, wenn es zu nicht gedeckten Schäden gekommen ist.
00:03:33: Ja, und Schäden hat es... zu genüge gegeben.
00:03:36: Zum Beispiel durch die tiefen Temperaturen sind Großfläche Gifrischreden aufgetreten, an Wasserleitungen und auch an Wärmepumpen.
00:03:43: Dann hat es laut verschiedenster Berichte auch überspannungsinduzierte Schäden bei der Rückkehr der Stromversorgung gegeben, was natürlich ganz bitter ist, wenn nach Tagen der Kälte dann auch noch die Heizanlage beschädigt wurde.
00:03:57: Aber solche überspannungsinduzierten Elektronikschäden können grundsätzlich bei jedem Stromausfallsszenario entstehen und daher darf ich an dieser Stelle ein ganz einfaches Backup für die Zukunft anregen.
00:04:12: Voraussetzung dafür ist eine funktionierende Stromversorgung, aber wenn die Heizung tatsächlich kaputt geht oder aus einem anderen Grund nicht mehr funktioniert, dann könnte man sich mit einem oder mit zwei normalen Standkonvektoren aus dem Baumarkt einfach behelfen.
00:04:27: Die kosten nicht viel, das sind eigentlich vergleichsweise billig.
00:04:32: Die sind sicher unter siebzig bzw.
00:04:35: teilweise auch unter fünfzig Euro zu haben, je nach Produkt und Leistung.
00:04:39: Aber solche einfache Geräte können bei einem Ausfall der primären Heizungsmöglichkeit durchaus Alternative bieten, falls man sonst keine hat, wie zum Beispiel einen Kachelhofen oder sonstiges.
00:04:50: Aber wie gesagt, die Voraussetzung für solche Konvektoren ist eine Stromversorgung, aber auch hier könnte man Wenn man die finanziellen Mittel dazu hat, entsprechend vorsorgen, Stichwort Power Station, Stichwort Aggregat, natürlich auch inselfähige BV Anlage oder die Vehicle to Load Methode, von der ich generell sehr viel halte.
00:05:10: Aber ein schlichtes Anschaffen von solchen Optionen ist nicht im Sinne der Sache.
00:05:15: Für sowas braucht es dann eine intensifere Auseinandersetzung und das ist im Wahrheit auch der Kern für jede gezielte und vernünftige Vorbereitung.
00:05:25: Aber es geht auch irgendwie ohne, wie uns dieses Ereignis gezeigt hat.
00:05:28: Nicht umsonst gibt es die Redewendung, die Notmachter finderisch.
00:05:32: Aber dabei gibt es durchaus auch gefährliche und fast schon fahrlässige Auswüchse, die jenseits von gut und böse liegen.
00:05:39: Aber solange das Improvisierte funktioniert und nichts passiert, kriege ich in der Regel auch kein Haar danach.
00:05:44: Und deshalb bin ich, meine ganz ehrlich, mir ein bisschen, wie soll man sagen, überrascht, dass in Berlin nicht mehr passiert ist, weil Improvisiert wurde.
00:05:51: dort genug.
00:05:52: Zum Beispiel wurde im privaten Rahmen mit Notstormaggregate gepfusht.
00:05:57: so dass am Mittwoch vor der Wiederherstellung der Stromversorgung die Nachricht notwendig wurde, dass alle privaten und betrieblichen Aggregate unbedingt vom Netz zu nehmen sind, um Beschädigungen bei der Wiederentschaltung zu verhindern.
00:06:11: Also durchaus eine bemerkenswerte Information, weil eigentlich müsste das gar nicht notwendig sein, den fachmännisch installierte Notstammanschlüsse müssen so ausgeführt sein, dass sie bei der Verwendung nicht ins Netzrücken speisen können, um eben keine Gefahr für Netzmonteure oder andere Netzbenutzer darzustellen.
00:06:28: Und aus dem Grund gibt es sogar diesen verpflichtenden Netz-Train-Schalter.
00:06:33: Aber ja, sei es wie es sei, die Information war anscheinend zwingend notwendig umstehend.
00:06:38: und Gefahren zu verhindern.
00:06:40: Und für diese notwendige und in dem Fall umsichtige Warnmeldung wurden die Behörden wieder massiv kritisiert, weil ja nur ein kleiner Bereich von Berlin betroffen war.
00:06:51: Und einige andere haben halt, wie soll man sagen, die waren mit dem Text dieser Meldung nicht wirklich einverstanden.
00:06:57: Aber genau diese Dinge zeigen mir, dass wir in Summe die Sache nach wie vor immer noch falsch bemessen.
00:07:06: Für meinen Geschmack passt das Verhältnis von Auswirkungen und Betroffenheit nicht zusammen.
00:07:11: Ist ja gar nicht, wenn wir uns die emotionale Betroffenheit anschauen, die ja weit außerhalb von Berlin ebenfalls eine Wirkung entfaltet hat.
00:07:19: Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Erkenntnis für den modernen Zivil- und Katastrophenschutz, aber speziell für den Bereich Strom- und Infrastruktursfälle, respektive Pläckert.
00:07:27: Denn dieses mit Verlaub gesagt verhältnismäßig kleine Ereignisse hat uns ja unbestritten ein ordentliches Verbesserungspotenzial.
00:07:37: aufgezeigt sowohl im hautlichen Sektor als auch im betrieblichen und privaten Bereich und das kann man doch aufgreifen um für künftige Ereignisse oder vielleicht sogar für größere Ereignisse besser vorbereitet zu sein.
00:07:51: Und dahingehend möchte ich Ihnen jetzt noch über zwei Beiträge erzählen, die mir im Zuge von dem Ereignis als sehr konstruktiven Erinnerung geblieben sind und ich hoffe dabei, dass Seiners jetzt erkennen, wie menschlich wir in solchen Situationen sind und was diese menschliche Verhaltensweise für wirklich größere Ereignisse bedeuten würde.
00:08:11: Beginnen möchte ich mit einem Video aus Social Media, dass eine Momentaufnahme von einem Betroffenen in seiner Wohnung zeigt.
00:08:19: Es war am Ausfallstag irgendwann um die Dämmerung herum am Samstag und es wurde erst später dann auf X hochgeladen.
00:08:27: Aber trotzdem finde ich es nach wie vor noch bemerkenswert.
00:08:29: Also das Video beginnt, das daher seine verterblichen Lebensmittel zeigt, die allesamt vorbildlich am Balkon in ein leeres Blumenkistel gegeben hat, weil er Angst hatte, dass seine Lebensmittel im Kühlschrank früher oder später verterben könnten.
00:08:44: Das war ein ganz normaler Lebensmittel, ein exeksotisches, da war Mücht dabei, versteht ihr das so, ein Fruchtjoghurt, wo ist der Käseaufschnitt?
00:08:51: und dergleichen.
00:08:52: Also alles vorbildlich gemacht und dann erfolgt eine Führung in der Jogginghose und im kurzen Leihwald durch seine Wohnung vom Balkon in die Küche, wo auf der Anrichte eine gut befüllte Obst.
00:09:04: Schüsselstand, daneben schon vorbereitet verschiedenste Getränkeflaschen, unter anderem auch zwei Flaschen von einem hochprozentigen, durchsichtigen Bio-Headstoff für die orale Direkteinspritzung, also falls dann wirklich sehr kalt wird.
00:09:21: Dann ging es weiter in den Wohnzimmerbereich, welcher sehr sperrlich von diverser Einfach- und Mehrfachbekehrzung erhält wurde und bei der Couch befand sich dann der Grund fürs kurze Leiberl, nämlich ein Werkstätten-Gasheitsgerät, das laut seinem Besitzer sehr wertvolle Dienste bisher geleistet hat.
00:09:41: Aber weil er weiß, dass sowas gefährlich ist, muss er alle zehn bis fünfzehn Minuten lüften.
00:09:46: Dann ging es weiter durch seinen Flur flankiert von Batteriebetriebener Weihnachtsbeleuchtung in sein.
00:09:53: Badezimmer, wo er der Nachwelt demonstriert hat, dass sowohl die Toilettenspulung funktioniert als auch der Wasserhahn beim Warschbecken und die Brausearmatur bei der Badewanne, ob gleich bei beiden auf warm getretener kaltes Wasser herauskommt.
00:10:09: und daher nicht wissen, was eigentlich passiert ist und auch nicht weiß, wie lange das ganze noch dauern wird.
00:10:16: Und seine Nachbarn, ebenfalls in Unkenntnis sind, hat der Vorsichtshalber die Badewanne befüllt für den Fall, dass die Wasserversorgung auch noch irgendwann zusammenbrechen würde.
00:10:26: Und warum erzähle ich Ihnen das?
00:10:27: Weil ich davon ausgehe, dass bei diesen hunderttausend Betroffenen sicher mehrere dabei waren, die genau die gleiche oder eine sehr ähnliche Situation erlebt haben.
00:10:37: Und der Vollständigkeit noch am Ende von dem Video hat er dann auch noch gesagt, dass er guter Dinge sei und er wünscht sich untereinander, dass die Situation gut überstanden wird.
00:10:48: Ja, dann gibt es noch... Den zweiten Beitrag, der für mich sehr erhellend war, aufgenommen von einem privaten Nachrichten-Sender oder so einen Influencer.
00:10:58: der mit einer Betroffenen gesprochen hat.
00:11:00: Das Interview war vom Sonntagmittag.
00:11:02: Die Dame wurde an einem Parkplatz angesprochen, wo sie sich mit anderen aus der Siedlung getroffen hat.
00:11:09: Das war mehr oder weniger ein improvisierter Treffpunkt von so einem Wohnkretzel, alle ganz winterlich mit Stiefel, Mantel, Hauben und Schal begleitet.
00:11:19: Und die Dame, ein bisschen ältere, wurde gefragt, wie sie ihr bis jetzt zur Gange sein und wie die erste Nacht war.
00:11:27: Und die Antwort wird es jetzt nicht verwundern, wenn es in die Richtung geht, dass ihnen ein Sorg, das war ungewohnt, das war beschwerlich, weil es schon über einen Tag lang keinen Strom gibt.
00:11:36: Die Dame hat geschildert, dass die Heizung ausgefallen war, dass sie in der Wohnung geäude ist.
00:11:40: Es gibt auch kein Internet, kein Handy und leider auch... kaum Informationen, außer jene, die sie hier bekommt, weil Nachbarn in andere Stadtteile fahren, wo es ein Internet gibt und dort kommen sie dann mit Informationen zurück, inklusive Heißgetränke und Kuchen.
00:11:59: Also im Kretzel unterstützt man sich gegenseitig.
00:12:03: Bezüglich der Nacht, die Dame hat gesagt, die Nacht war kalt, aber Dank einer Taschenlampe und einigen Kerzen sowie mehrer Entschichten gewandt und einer zusätzlichen Decke war die Nacht erträglich.
00:12:15: Nur die Morgentoilette war recht frisch gewesen, aber solange es eine Wasserversorgung gibt und die Toilette weiter funktioniert, wird sie allen Beschwerlichkeiten trotzen.
00:12:26: Ein anderer dortiger Gesprächsteilnehmer hat diesen Siedlungszusammenhalt bestätigt.
00:12:32: Man kommt hierher, man tauscht sich aus, man informiert sich gegenseitig.
00:12:36: Von manchen sind doch die Angehörigen hergekommen, um bei ihren Verwandten nach dem Rechten zu sehen, eben weil sie sie nicht erreicht haben.
00:12:44: Und bei diesem Besuch wurden nicht nur Informationen geteilt, sondern auch Bauabhängs mitgenommen und Ersatzbatterien verteilt sowie auch Lebensmittel und Warme Getränke.
00:12:55: Also in Summe war man auch hier recht zuversichtlich und es wurde auch gesagt, sofern sich die Situation nicht dramatisch verschlechtern würde, würde man hier ausharren wollen, weil bis dato noch keine Polizei gesehen wurde, auch keine Feuerwehr, niemand von der Stadtverwaltung und das man hat mal bislangstum die eigenen vier Wände bezüglich Diebstähle und Einbrüche.
00:13:15: Ja, was zeigen uns diese beiden Berichte?
00:13:18: oder was haben sie mir gezeigt?
00:13:20: Auf der einen Seite, dass es bei der persönlichen Vorbereitung mit Ausnahmen von vulnerablen Gruppen unter Anführungszeichen nur um Wärme, Wasser, Nahrung und Licht geht.
00:13:29: Das sind die vier wesentlichsten Punkte.
00:13:31: kann man eine sehr einfache Durchhaltefähigkeit erreichen.
00:13:36: Auf der anderen Seite ist der Autonomalfabrocher nicht staunstur, sondern er passt sich mit dem an, was er eben hat.
00:13:44: Er improvisiert, was ich jetzt nicht immer gut hessen würde, aber der mündige Autonomalfabrocher verharrt nicht im seinen Sticksaal.
00:13:51: Ganz im Gegenteil, er wird aktiv, wenn es passt, solidarisiert er sich und zum Beispiel in der Nachbarschaft.
00:13:57: Aber Und das ist jetzt eine ganz wesentliche Message.
00:14:02: Wir haben anscheinend auch Angst um die eigenen Verwände und wir warten auf Informationen, die Orientierung und Sicherheit geben.
00:14:09: Ohne denen entsteht eine gewisse Verunsicherung, die dann zum Beispiel dazu führt, dass die Badewanne gefüllt wird, obwohl die Wasserversorgung nicht funktioniert hat.
00:14:18: Oder dass das Angst vor Einbrüchen und Diebstellen, obwohl die Polizei mit Hundertschaften im Gebiet war, auch mit Zivilstreifen und anderen technischen Hilfsmitteln, da verbringt man lieber die Nacht in einer kalten Wohnung als in einer beheizten Notunterkunft.
00:14:33: Oder dass man eben glaubt, dass die Versicherung für uns aufkommen wird.
00:14:38: Im Grunde ist es vielmehr die Unwissenheit, die uns leitet und fordert, als die fehlenden Informationen, denn die könnten wir uns ja schon bei ein entsprechenden Auseinandersetzung im Vorfeld besorgen.
00:14:49: Zum Beispiel, ob bei einem Stromausfall die Wasserversorgung weiter funktionieren wird, weil vielleicht ist die Bevorratung mit zwei Liter Protognosen für vierzehn Tage gar nicht notwendig, vielleicht reicht das extra Tragal als Backup schon aus.
00:15:02: Oder wo in Bezirk befinden sich die Anlaufstehen für den Katastrophenfall?
00:15:07: Nicht nur damit im Anlass von Notrufe abgesetzt werden können, sondern dass sich auch lokale Informationen bekommen, die mir weiterhelfen können.
00:15:16: Und gerade Berlin, vor allem der Bezirk Städlitz-Zählendorf, hat beim deutschen Cut-Leuchtungssystem eine Pionierrolle gehabt, ohne Schmäh, deren Rolle war für die ganze deutsche Sicherheitsforschung sehr prägend und das wissen noch viele Damen und Herren.
00:15:33: und daran gibt es ja auch diese massive Kritik, warum dieses Cut-Leuchttomsystem erst so spät aktiviert wurde.
00:15:40: Und ob Sie es glauben, wenn er da nicht, die Antwort dafür ist sehr simpel.
00:15:43: Vorschriftenleser wissen mehr, die Katleuchtümer in Berlin werden es dann aktiviert, wenn eine Katastrophe bzw.
00:15:51: in dem Fall die Großschadenslage von der zuständigen Stelle ausgerufen wird.
00:15:56: Und die zuständige Stelle ist nicht die Bezirksbürgermeisterin, auch nicht der Berliner Bürgermeister, sondern die Innensenatorin.
00:16:03: So einfach ist es.
00:16:04: Und für die Zukunft könnte man hier zum Beispiel die Kompetenz zur Ausrufung aufweichen.
00:16:10: Und was auch recht einfach ist, meine Damen und Herren, und das lege ich Ihnen hiermit ans Herz, das wäre eine familiäre Abstimmung über Ihre Vorgehensweise, falls sowas wieder passiert oder vielleicht sogar was größeres, weil wie gesagt, vom Blackout waren wir weit weg.
00:16:26: Das haben eigentlich nur die Medien und die Politik aus reiner Unwissenheit herausverbreitet.
00:16:32: Was glauben Sie, was da los gewesen wäre, wenn ganz Berlin oder noch größere Gebiete für mehrere Tage rausgefallen werden, noch dazu bei dieser Witterung?
00:16:40: Suchen Sie das.
00:16:41: Skalieren Sie diese Auswirkungen hoch.
00:16:43: Da wäre keiner in unbetroffene Bezirke gefahren und hätte Informationen und Lebensmittel geholt.
00:16:49: Da hätten noch mehr Leute improvisiert mit Aggregate, mit Kerzen, mit was wir sie, Gasheitsgeräten.
00:16:55: Die Blaulichtorganisationen hätten ein viel größeres Gebiet beherrschen müssen.
00:16:59: Es hätte viel mehr Gefrierschäden gegeben.
00:17:01: Noch mehr Elektronik wäre beim Wiedereinschwänden hingewiesen.
00:17:04: Viel mehr Unternehmen hätten Betriebsunterbrechen gehabt.
00:17:07: Und natürlich auch viel mehr Menschen wären ohne eine Telekommunikation gewesen.
00:17:13: Also Vorsorge kann nicht schaden und vor sehr Angehörige von Pflegeklänten sind, die in einem Pflegeheim leben oder in einer anderen Betreuungseinrichtung, dann erkundigen sie sich dort als Angehörige, ob es Pläne für den Fall der Fälle gibt, sondern nämlich ihre Sorgen, wenn sie nicht wissen, wie es um ihre Angehörigen steht.
00:17:35: Und abschließend meine Damen und Herren, da die Zeit schon wieder sehr fortgeschritten ist, Unwissenheit und fehlende Informationen schließen sich nicht gegenseitig aus, aber es ist gerade sehr modern geworden, dass unwissende Informationen verbreiten, die sich selbst nicht einordnen können.
00:17:50: Und genau das kann dann in Krisen sehr unangenehme Folgen haben.
00:17:55: Somit lasst man es für heute gut sein.
00:17:57: In der nächsten Folge möchte ich mit Ihnen ein bisschen auf die operative Katastrophenbewältigung der Behörden- und Einsatzorganisationen eingehen.
00:18:04: Dazu möchte ich nochmals die formale Ausrufung dieser Großschadenslage ansprechen.
00:18:10: Denn damit sind ja weitere Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten verbunden, vor allem in finanzieller Hinsicht.
00:18:16: Und ich würde in diesen Aufwaschen auch noch gerne einige Herausforderungen der Behörden aufzeigen, die generell zu wenig berücksichtigt werden, wie zum Beispiel, dass es ein Wochenende war.
00:18:29: Falls Sie gezielt Fragen zu den bisherigen Folgen haben oder weitere Inputs, dann bitte schreiben Sie mir unter officeatblackout-podcast.de.
00:18:38: In diesem Sinne, meine Damen und Herren, herzlichen Dank für Ihr Interesse.
00:18:41: Bleiben Sie gesund und bleiben Sie dran, damit auch ohne Strom ein Pientel brennt.
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